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KI-Modus bei Google: Was jetzt auf deine Website gehört

Kurz gesagt

Seit dem 31. August 2026 zeigt die Google Search Console weltweit, wie oft Seiten in den Übersichten mit KI und im KI-Modus auftauchen. Im KI-Modus fragen Menschen nach, zum Beispiel: „Und wie teuer wäre das?“ Die KI kann nur weitergeben, was irgendwo steht. Wer Preise, Einzugsgebiet und Leistungen offen nennt, liefert ihr die Antwort.

Von Sebastian Brüning · 6 Min. Lesezeit

Ein Smartphone mit Chatverlauf liegt auf dunklem Schiefer, daneben unscharf eine Preisliste
Bild: KI-generiert

Was ist der KI-Modus?

Der KI-Modus ist eine eigene Ansicht der Google-Suche. Statt einer Liste mit Treffern bekommst du eine ausformulierte Antwort mit Links zu den Quellen, und du kannst nachfragen wie in einem Gespräch. Auf Deutsch gibt es ihn seit Oktober 2025. Die Übersichten mit KI, also die Zusammenfassungen über den normalen Treffern, zeigt Google in Deutschland schon seit März 2025.

Für einen Betrieb aus der Region kann so ein Gespräch zum Beispiel so aussehen:

Frage„Welcher Caterer im Kreis Euskirchen liefert ein Buffet für 40 Gäste?“

Nachfrage„Und wie teuer wäre das?“

Ausgedachtes Beispiel. So oder so ähnlich laufen Gespräche im KI-Modus.

Die zweite Frage ist die interessantere. Sie nennt keinen Ort und kein Stichwort, sie baut auf der ersten auf. Beantworten lässt sie sich nur mit Seiten, auf denen ein Preis steht.

Was zeigt der neue KI-Bericht in der Search Console?

Die Search Console ist Googles kostenloses Werkzeug für alle, die eine Website betreiben. Im Juni 2026 hat Google dort einen eigenen Bericht für generative KI angekündigt. Seit dem 31. August ist er für alle Websites weltweit ausgerollt.

Was du wissen willstSteht im KI-Bericht?
Wie oft ein Link zu deiner Seite in einer KI-Antwort standJa, als Impressionen
Welche Seite, aus welchem Land, an welchem Tag, auf welchem GerätJa
Wie viele Menschen danach auf deine Seite geklickt habenNein
Bei welchen Fragen deine Seite auftauchteNein

Einen Haken gibt es: Google zeigt den Bericht erst, wenn eine Seite genug Impressionen in KI-Antworten gesammelt hat. Bei kleinen Websites bleibt er deshalb oft leer. Das heißt nicht, dass du nie auftauchst. Es heißt nur, dass Google noch nichts anzeigt.

Warum tauchen Folgefragen als eigene Suche auf?

Weil Google jede Nachfrage im KI-Modus als neue Suchanfrage zählt. In der Hilfe zur Search Console steht es so: Wer im KI-Modus nachfragt, stellt im Grunde eine neue Anfrage, und alle Impressionen, Klicks und Positionen aus der neuen Antwort werden dieser Anfrage zugerechnet.

Im normalen Leistungsbericht der Search Console stehen deshalb manchmal Suchanfragen, die für sich allein keinen Sinn ergeben. „wie teuer wäre das“ zum Beispiel. Das ist keine seltsame Google-Suche. Es ist das Ende eines Gesprächs, dessen Anfang du nicht siehst.

Für dich heißt das: Eine Seite kann bei der Nachfrage auftauchen, auch wenn sie bei der ersten Frage nicht dabei war. Die Preisfrage ist eine eigene Chance.

Welche Angaben braucht deine Website?

Laut Google zerlegen der KI-Modus und die Übersichten mit KI eine Frage in mehrere Suchen zu Unterthemen. Google nennt das Query Fan-out. Jede dieser Teilsuchen braucht Seiten, die genau dieses Unterthema beantworten.

„Welcher Caterer im Kreis Euskirchen liefert ein Buffet für 40 Gäste, und was kostet das?“

  • Catering Kreis Euskirchen
  • Buffet Preis pro Person
  • Buffet ab 30 Gästen
  • Lieferkosten Catering
Vereinfacht: So fächert der KI-Modus eine Frage in mehrere Suchen auf. Die Teilsuchen hier sind ausgedacht. Welche Google wirklich stellt, sieht man von außen nicht.

Aus den Fragen, die Kunden tatsächlich stellen, ergibt sich eine kurze Liste:

Die FrageWas auf die Website gehörtSo kann es aussehen
„Wie teuer wäre das?“Preise, Ab-Preise oder wenigstens, wovon der Preis abhängt„Buffets ab 19,99 € pro Person, ab 30 Gästen“
„Kommt ihr auch zu mir?“Die Orte im Einzugsgebiet, jeder beim Namen„Mechernich, Kall, Euskirchen“ statt „in der Region“
„Habt ihr heute offen?“Öffnungszeiten als Text, genauso wie im Google-UnternehmensprofilNicht nur als Bild und nicht nur im PDF
„Macht ihr auch …?“Jede Leistung mit eigenem Abschnitt„Reifenwechsel“ und „Einlagerung“ einzeln statt „alles rund ums Auto“
„Wie schnell geht das?“Dauer, Termine, Lieferzeit„Online in rund 14 Tagen“

Neu ist davon nichts. Es sind dieselben Fragen, die sonst am Telefon kommen. Neu ist, dass sie jetzt oft eine Maschine stellt, bevor jemand anruft.

Wie sieht das bei echten Betrieben aus?

Zwei Beispiele aus dem Kreis Euskirchen, beide mit Websites von uns.

Schmidt Buffetservice, Kall

Auf einfach-sb.de stehen alle fünfzehn Buffets mit Preis pro Person, dazu die Mindestgästezahl und die Lieferkosten pro Kilometer. Auf die Frage „Und wie teuer wäre das?“ steht die Antwort also direkt auf der Seite. Ob Google sie in einer KI-Antwort verwendet, entscheidet Google. Verwenden kann Google sie nur, weil sie dort steht.

Reifenservice Mechernich

Beim Reifenservice Mechernich stehen Telefon und WhatsApp auf jedem Bildschirm, dazu die fünf Leistungen, die Adresse und die Öffnungszeiten. Genau danach fragt, wer mit einem Platten am Straßenrand steht.

Mehr zu beiden Projekten steht auf unserer Seite für Webdesign in der Eifel und im Kreis Euskirchen. Alle weiteren Projekte kannst du im Monitor auf unserer Webdesign-Seite direkt durchklicken, auf dem Rechner und auf dem Handy.

Muss ich meine Website jetzt für KI umbauen?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass es für die Übersichten mit KI und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gibt und keine besondere Optimierung nötig ist. Es gelten dieselben Grundlagen wie für die normale Suche: Die Seite muss für Google erreichbar sein, und der Text muss die Frage beantworten.

Auch neue Dateien extra für KI braucht es nicht. Google nennt ausdrücklich maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien und Markdown-Fassungen und schreibt dazu, dass die Google-Suche sie nicht nutzt. Mehr dazu in unserem Beitrag zur llms.txt.

Wenn dir also jemand ein „KI-SEO-Paket“ anbietet, frag nach, was drinsteckt. Meistens sind es die Grundlagen von oben unter neuem Namen. Die sind sinnvoll, aber nicht neu. Bei den Websites, die wir bauen, gehören sie zum Festpreis, samt eingerichtetem Google-Unternehmensprofil. Was sonst noch dabei ist, steht auf der Seite Webdesign zum Festpreis.

Wie prüfe ich das selbst?

  1. Öffne die Search Console für deine Website. Falls es noch keine gibt: Einrichten lohnt sich auch ohne das KI-Thema.
  2. Such den Bericht zu generativer KI. Fehlt er, hat deine Seite bisher zu wenige Impressionen in KI-Antworten. Bei kleinen Websites ist das normal.
  3. Wenn er da ist: Schau, welche Seiten auftauchen. Oft sind es nicht die, die man erwartet.
  4. Geh im normalen Leistungsbericht die Suchanfragen durch. Kurze Nachfragen ohne Zusammenhang, etwa „was kostet das“, können Folgefragen aus dem KI-Modus sein.
  5. Nimm die fünf Fragen aus der Tabelle oben und prüf, ob deine Website auf jede eine klare Antwort gibt.

Du musst das nicht selbst machen. Bei den Websites, die wir bauen, richten wir die Search Console gleich mit ein. Solange wir eine Seite betreuen, behalten wir die Berichte im Blick und reagieren, wenn sich etwas tut: wenn eine Seite in KI-Antworten auftaucht, wenn Suchanfragen auf eine Lücke im Text zeigen oder wenn eine Seite an Sichtbarkeit verliert. Was zur Betreuung gehört, steht auf unserer Webdesign-Seite.

Quellen

  1. Google Search Console-Hilfe: Generative AI performance report (Search), abgerufen am 24.09.2026
  2. Google Search Console-Hilfe: So werden Impressionen, Position und Klicks gezählt, Abschnitt KI-Modus, abgerufen am 24.09.2026
  3. Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website
  4. Google Search Central: Optimizing your website for generative AI features on Google Search, Stand 10.07.2026
  5. Google-Blog: Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Oktober 2025
  6. Google-Blog: Übersicht mit KI startet in Deutschland, März 2025
  7. Search Engine Journal: Google Search Console AI Reports Rolled Out Worldwide, 2026
Sebastian Brüning

Sebastian Brüning

Gründer von SNX Solutions · Mediengestalter Digital und Print

Baut die Websites bei SNX selbst und betreut sie danach.

+49 228 76387658info@snxcloud.de

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